Bericht von einem Konzert der 2001er "Rauf auf die Bühne, Unsichtbarer!"-Tour
am 27.06.2001 in der "Alsterdorfer Stadthalle" in Hamburg::


VON 'S':


„Haut endlich ab, wir müssen sauber machen!“

Was für ein Tag. Erst morgens in die Schule gehen um unsere tollen Zeugnisse abzuholen und dann gingen wir auf die Zeugnisfete um am Nachmittag ziemlich vom Alkohol angeschlagen zum Ärzte Konzert zu fahren. Als wir an der Hamburger Stadthalle ankamen, gingen meine Freunde, der Vater meines Freundes (der wohl die meiste Zeit des Konzertes an dem Bierstand verbrachte) und ich als erstes zu dem Merchandise ­ Stand und betrachteten die neuen T ­ Shirts. Bevor wir in die Halle hineingingen gingen wir noch zum Getränkestand und stellten erschrocken fest, das die Getränke verdammt teuer waren (5 DM + 1 DM Pfand)! Als wir die Halle betraten dachte ich, ich sehe nicht richtig. Da standen doch tatsächlich die beiden Gwendolines, die man von den MTV Hard Pop Days kennt. Ein Wunder das die in die Halle passten. Während sich der Vater auf die Tribüne setzte, machten wir uns auf den Weg einen geeigneten Stehplatz, wenige Meter vor der Bühne, zu finden. Nach ca. einer halben Stunde Wartezeit kam Bela auf die Bühne und sagte die Vorband, die Garlic Boys, an. Diese hatten anscheinend Freude daran, Ärzte ­ Fans das Trommelfell zu zerstören noch bevor sie ihre Lieblingsband gesehen hatten. Für das vorletzte Lied kam Rod auf die Bühne und sang mit den Garlic Boys ein (ich glaube...) spanisches Lied, welches sich sehr gut angehört hat. Als sie von der Bühne gingen wurde ein Vorhang heruntergelassen. Um ca. 20:50 kletterten drei Männer zu ihren Scheinwerfern hoch und wir wussten, gleich würde die beste Band der Welt die Bühne betreten. Und dann war es auch so weit. Das Tour ­ Intro erklang. Der Vorhang viel und die Ärzte machten mit Schrei nach Liebe den Anfang eines sehr langen Konzertes. Es folgten Ohne Dich, Hurra, Schunder ­ Song, Angeber und N48.3 . Es hat sich einiges in der Setlist seit Hannover getan! Neu waren z.B. Motherfucker 666, die Traurige Ballade der Susi Spakowski, FaFaFa und zu meiner Freude Punkbabies, das ja praktisch das inoffizielle Titellied zu meiner Homepage ist (http://www.punkbabies.de.vu) ! Eines der Highlights war für mich Dein Vampyr, bei dem die ganze Halle dunkel wurde und sich plötzlich auf der Bühne Fackeln entzündeten. Insgesamt gesehen war die gesamte Show viel aufwendiger gestalten als in Hannover, was vielleicht an der größeren Halle in Hamburg lag.  Sehr überrascht hat mich Rock n´ Roll Übermensch, bei dem Rod sein können am Keyboard bewies und das mir, im Gegensatz zu der normalen Version sehr gut gefallen hat. Sie war um einiges rockiger. Dann folgte das Lied, bei dem wohl am meisten „gepogt“ wurde: Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas. Ich glaube ich stand nicht mal 3 Sekunden an einem Fleck. Was mich sehr geärgert hat war, das  nicht besonders viele Fans nach ein Sommer nur für mich  „Nazis raus“ mitgesungen hatten, obwohl meine Freunde und ich es anstimmten. Elke kam wie schon in Hannover in einer ziemlich langen Version inklusive Onprangering. Neu  in der Setlist war  allerdings der lustige Astronaut, das den Vater meines Freundes freute (da er kein anderes kennt ;) ). Nach dem wir uns nach dem traditionell letztem Lied Zu Spät auf den Weg nach Hause machen wollten, merkten wir, das wir die einzigsten waren die gehen wollten, was die Band tolerierte. Sie probierten mit den Worten „Haut endlich ab, wir müssen sauber machen!“ die Fans dazu zu ermutigen endlich zu gehen, doch keiner ging. Also stellten sie sich zusammen und diskutierten, was sie noch spielen könnten. Und tatsächlich, ich erlebte zum ersten Mal, das sie nach Zu Spät noch drei weitere Lieder spielten. Diese Lieder waren Mein Baby war beim Friseur, Madonnas Dickdarm und Westerland. Das besondere an Westerland war ,das es Farin mit der Sylt ­ Gitarre und Rod mit dem Sylt ­ Bass gespielt haben. Am ende des Liedes gab es noch ein Feuerwerk und aus der Gitarre und dem Bass kamen Ace Frehly mäßig ein mini Feuerwerk. Nun war dieses lange Konzert nach gut drei Stunden zu Ende. Das Licht ging an und es erschien ein Banner auf dem stand: „Haut endlich ab!“
 


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MG.Rickers, 17.01.11