Bericht von einem Konzert im Rahmen der 2001er "Rauf auf die Bühne, Unsichtbarer!"-Tour
am 25.03.2001 in der Oberhausener "Turbinenhalle"


VON SANDY aka. BigVampyr:

Na herzlichen Dank! Das zweite Konzert der Tour, wo ich hin wollte und dann das! Ein Sonntag ich hätte Zeit gehabt ohne Ende und nichts ging! Ich bin morgens schon mit Magenschmerzen aufgestanden und dann ging die „Rennerei“ auf’s Klo auch schon los. Na klasse und das an einem Konzerttag und zu allem Übel noch ein Sonntag. Ich hätte früh da sein können, gemütlich warten und in der ersten Reihe stehen können. Kein dran denken, früh in den Wagen zu steigen und nach Oberhausen zu fahren. Einfach nichts zu machen.

Gut, ich hatte die übliche „eigentlich habe ich keinen Bock auf ein Konzert“ Stimmung, wie ich sie schon kenne und ich wußte auch, dass ich mich mal wieder alleine motivieren mußte, weil so direkt niemand mit mir zum Konzert fuhr, aber wie schon in Siegen, man kennt so viele der „harten Guarde“, da trifft man immer bekannte Gesichter. Aber nichts war, einfach nichts zu machen! Ich habe zwischenzeitlich gedacht, dass ich den ganzen Tag knicken kann und es rein gar nichts mehr wird mit einem Konzert und ich sogar die Karte verfallen lassen muß, weil ich so ohne Klo einfach nicht nach Oberhausen kam.

Zum Glück habe ich dann aber noch was im Apotekterschrank gefunden, was meinen Magen und die Därme beruhigt hat und dann habe ich es doch gewagt und bin in den Wagen gestiegen. Ab nach Oberhausen. Die Turbinenhalle kannte ich noch nicht, aber zum Glück hatte mir Ludger den Weg richtig gut beschreiben und so bin ich auch gut da angekommen, obwohl ich echt erst knapp vor 16 h losgekommen bin. Ade erste Reihe, aber ich war an dem Tag schon froh überhaupt los zu kommen! Ich habe mich echt schon den ganzen Tag zu Hause sitzen gesehen! Ich habe den Wagen geparkt und bin dann erst mal zu McDoof rein, die haben ja ein Klo! Ha, ha, ha! Dann habe ich mir noch was zu futtern gekauft und habe den Eingang der Turbinenhalle gesucht.

Da wundert man sich echt wirklich, denn so richtig irre viel war da auch echt noch nicht los. Ich habe gleich Dunja und Conny erkannt und bin hin zu den beiden und Dunja sagte gleich zu mir, dass sie gerade schon von mir gesprochen hätten. Ha, ha, ha! Klar, bei den Konzerten in der Nähe läuft man sich ja doch immer wieder über den Weg. Ich bin dann auch bei den beiden stehen geblieben und wir haben uns gut lachend unterhalten. Immer wieder herrlich.

Vor dem Eingang einige viele langgezogene Treppen und auf der des Vorplatzes zum Eingang hatten sie so ein rot-weißes Band gespannt. Klaro, das hat nicht lange gehalten und erst mal sind alle so brav stehen geblieben, bis dann einer vor ist, man kennt das Spielchen ja. Ich bin zwar weiterhin mit Dunja und Conny vor, aber Conny und ich haben echt schon nur noch Ausschau nach Andreas gehalten und bingo, wer stand gleich auf der Matte!? Wir drei also gleich zurück zur Treppe, denn Andreas war echt mehr noch als lauthals am rumschreien. Hatte auch alles einen Grund, denn genau da wo die Absperrung war, da haben sie dann die Absperrung mit 3 Schleusen aufgestellt. Auch da hatte Andreas wieder gut zu brüllen, weil irgendwie niemand hören kann. Ha, ha, ha!

Nachdem aber alles fest stand, durfte man rein ich die Schleuse, bis vorne. Das war ja erst mal ein Gedrängel, bis die Schleusen voll waren. Dunja stand in der Schleuse und Conny und ich davor. Doch, war eigentlich recht gut. Zeit war noch ohne Ende und so haben wir uns weiter unterhalten und hatten unseren Spaß an den CTS Tickets, die man mal wieder beim Einlass an der linken Seite umtauschen mußte. Ich weiß schon, warum ich immer sehe, dass ich Originalkarten bekomme!

Conny hatte ihre Uhr noch nicht auf die Sommerzeit umgestellt und sadistisch wie sie ist, hat sie immer wieder gesagt, wie lange wir noch warten müssen. Ha, ha, ha! Aber als es uns ellen kalt war, da hat sie doch lieber immer auf meine Zeitangaben geachtet. Mensch, das war aber auch echt lausig kalt!

Wir dachten aber echt, wir schauen nicht richtig, als die allen ernstes schon um 18 h (eine Stunde vorher!!!) mit dem Einlass angefangen haben. Das konnte doch wohl kaum sein!? Soundcheck war aber durch, den hatten wir schon gehört. War ja echt freundlich, doch fanden wir gut, denn es war echt kalt und da haben wir uns auf die Halle gefreut.

Der Einlass lief recht chaotisch ab. Vorne am Ausgang der Schleuse stand jeweils ein Kerl. Die erste Schleuse links lief, lief und lief. In der Mitte war Andreas am Toben und wir waren in der 3. Schleuse und dachten, es geht niemals weiter. Echt blöde gemacht, denn bei uns kamen 3 durch, dann lange niemand, dann noch mal 3 Leute und echt alles im mega Schneckentempo. Ganz schlimm! Und zum Eingang in die Halle standen sie dann und haben uns gefilzt, aber richtig gefilzt. So ordentlich haben die echt lange nicht mehr geschaut. Der durchsichtige Rucksack ist ja echt klasse, den drehen und wenden sie einmal und gut. Aber die Tante da war echt mega genau... Jacke auf, was ist da in der Hosentasche etc. Die Kamera hat sie aber nicht gefunden, obwohl viele die Kamera mit drin hatten, haben die wohl auch nicht sonderlich nach gesucht!?

Rein in die Halle und da noch mal durch eine Tür, wo die Kartenkontrollen gemacht wurden. Echt mega umständlich, aber nun ja, wenn sie meinen!? Bisher sind die Kölner in meinen Augen die Chaoten schlechthin für den Konzerteinlass, aber schauen wir erst mal, wie es da wird!? Da in Oberhausen war es reichlich umständlich, aber irgendwie lief alles. Und die Halle auch etwas irrsinnig, denn man mußte gerade aus, dann links durch eine weitere Türe und dann erneut links, um zur Bühne zu kommen. Dann mal zu. Ich habe Dunja – die war gleich beim 1-2 Schwung unserer Schleuse rein – bei Rod vor der Nase stehend gesehen. Sie hat versucht Platz zu halten, was recht schwer war, aber ich bin dann noch zwischen sie und einem jungen Kerl (vielleicht 15 Jahre!?) gekommen. Für Conny, die ellen später kam als ich, war erst mal nichts mehr zu machen. Die ist dann in die zweite Reihe zwischen Dunja und mir und während des Konzertes haben wir sie ganz langsam nach vorne geholt. Es geht eben doch immer alles!

Tja, war ja eigentlich recht schön, dass wir da nun in der Halle standen, obwohl es nicht wirklich warm war. Haben wir also erst mal die Klamotten – bis auf die Jacken angelassen. Hat auch bis fast zum Konzertbeginn gedauert, wir uns so warm war, dass wir auch die Pullover noch ausgezogen haben und ins Shirts da standen. Dann mal zu!

Ich hatte den Brief an Andrea dabei und Dunja und Conny haben ihr auch noch kurz was rein geschrieben. Ha, ha, ha! Man kennt sich ja inzwischen, obwohl ich da in Oberhausen echt so gut wie kaum ein bekanntes Gesicht gesehen habe. Ja wo sind die denn alle!? Nancy war da, Thorsten mit Freundin, Dunja und Conny und noch so 2-3 Leutchen, die ich vom Gesicht her kannte, aber nicht namentlich. Keine Melanie, keine Xenia, keine Doreen etc.!? Die erste Reihe erneuert sich!? Wird Zeit, dass ich auch abtrete, was!? Ha, ha, ha! Nun ja, ich versuche ja schon kürzer zu treten! J

Jedenfalls haben wir die Zeit des Wartens doch recht gut rumbekommen und ich habe mich immer wieder gefragt, wie man so blöde sein kann, einen sooo engen Graben zu machen, dass die Sec’s darin nicht mal richtig stehen konnten. Ich habe den Vorhang gesehen und dadurch auch angenommen, das der gleich vor der Bühne hin. War nicht, denn nachher war der Graben mindestens 2,5-3 m und das reichte den Sec’s nun wirklich! Der nette Sec aus Siegen war auch wieder dabei, der ist wirklich gut drauf und hat immer Faxen im Kopf, aber greift auch echt durch, wenn was abgeht!

Neben mir die beiden Jungs hatten dann arge Probleme mit zwei Mädels hinter ihnen. Die ersten Attacken waren sie auch selbst schuld. Stehen in der ersten Reihe und haben den Rücksack auf dem Rücken. So Leuten kann ich ja auch nur den Vogel zeigen. Ich hatte auch meinem Rucksack dabei, aber ich hatte mir einen Träger quasi um den Bauch gemacht und dann hing der über der Absperrung, nach vorne. Störte mich nicht und die Sec’s haben auch nicht gemurrt. Alles bestens! Allerdings waren das echte Bratzen-Weiber, denn die eine wollte um alles in der Welt in die erste Reihe, aber die Jungs haben sich gut gehalten und bei mir hat sie gleich gemerkt, dass es nichts wird, denn wir waren ja am „arbeiten“, um Conny zu uns zu holen. Ha, ha, ha!

Ich dachte ja erst mal, ich höre nicht richtig, als wirklich so ehr oder weniger Pünktlich 20 h das Intro begann. Ich habe immer noch nicht rausbekommen, was das nun für ein Song ist, aber irgendwie ist es doch was bekanntes!? Ich mußte trotzdem wieder an „Mission Impossible“ denken. Wird halt so etwas von einer „Action-Serie“ sein? Ist ja auch egal, ich finde es elendig lang, aber kann man nichts machen. Dann fiel der kleine Vorhang oben am Vorhang und auf dem schwarzen Hintergrund erschien in weißen Buchstaben „Die beste Band der Welt“ und dann hörten wir schon, wie die Ärzte mit „Schrei nach Liebe“ anfingen und im gleichen Moment knallte auch der gesamte Vorhang herunter und die drei standen vor uns und spielten.

Im Graben waren einige Reporter, ich habe Markus vermißt. War der auch nicht bei diesem Konzert!? Den Spacken hat da auch ein rot-blau gefärbter nach dem Konzert verkauft. Nun ja, soll mir ja auch egal sein, man muß ja nicht alle Konzerte mit machen!

Roddy stand also wieder in seinem Designeranzug vor uns. Der muß doch nun wirklich die Maden bekommen. Der stand wieder mit dem schwarzen langärmligen Hemd mit dem weißen T-Shirt mit „The Rod“ drauf und dem Sakko vor uns. Zuerst echt alles brav zugeknöpft und erst zur ersten Zugabe hat er das Sakko ausgezogen.

Felse hatten sie wieder die Hörner aufgesetzt. Ha, ha, ha! Das ist echt ein witziges Teil, diese schwarze Brille mit den Teufelshörnern in rot dran. Er hatte sie die erste Zeit auf der Nase und später hat er sie sich wieder auf die Stirn geschoben. Er trug ein schwarzes Axelshirt mit einer aus Glitter aufgesetzten Pistole, die nach unten zum Hosenbund zeigte. Und seine Hose, das war der schwarze Strampelanzug mit den silbernen Punkten drauf. Ganz schön eng geworden die Hose... wie war das noch mit den Männern in Strumpfhosen!? Ha, ha, ha! Und für den Micro-Sender hatte Felse dann den „Porno-Boy“ Gürtel um.

Jan braucht man nie sonderlich beschreiben. Der stand halt wieder mal in komplett schwarz da. Schwarze Jens, schwarzes T-Shirt und dunkle Schuhe. Wie man Jan halt auf der Bühne so kennt.

Sie haben dann nach „Schrei nach Liebe“ gleich weiter gemacht und Song an Song gebracht, bis es dann Felse war und zu Jan herüber kam und ihm „Guten Abend“ sagte. Jan schüttelte ihm die Hand und die beiden einigten sich darauf das sie doch irrsinnig gerne miteinander spielen würden und Felse schmiegte seinen Kopf an Jan'’ Schulter. Das ist echt immer ein Bild zum Brüllen, was so geil paßt, weil Felse ja nun doch ein Stück kleiner ist als Jan. Danach ging Felse noch zu Rod rüber und begrüßte auch ihn.

Ich dachte ja echt, ich schaue nicht richtig. An der Seite wo die Getränke für Rod standen, da stand echt eine ganze Reihe „Kurzer“ und die hat er dann nach und nach weggekippt. Schlimm! Besonders heftig fand ich es, als Felse mit zwei „Kurzen“ ankam und mit Rod so quasi mitten auf der Bühne Brüderschaft trank. L

Sie haben Songs gespielt wie „Geld“, „Madonna’s Dickdarm“, „Langweilig“, „Gute Zeit“, „Revolution“, „Ist das Alles“, „Wie es geht“, „Gib mir Zeit“, „Ein Sommer nur für mich“, „Ein Lied für Dich“, „Westerland“, „Mach die Augen zu“, „Angeber“, „Du willst mich küssen“. Zu „2000 Mädchen“ hat Rod wieder nur die Ansage gemacht, bevor sie einen anderen Song gespielt haben.

Eigentlich versuche ich ja nichts mehr zu Fangen, was die Band wirft und Drumsticks weiche ich sofort aus, weil Felse mir schon sooo viele an den Kopf geschmissen hat. Gut, bei den Schwarzen kommt man doch mal ins Grübeln, aber nee! Dafür ist mir die Meute zu verrückt, da habe ich keinen Bock drauf und am Schreibtisch hängen genug Sticks. Liegen doch nur herum! Aber das erste Plec, das Rod an dem Abend geworfen hat, das flog mir echt so gut zu, das ich es aus der Luft heraus gleich hatte. Ein rosa Plec, ich glaube, so eines habe ich noch gar nicht, oder!? Too much, I can’t remember!?

Irgendwann waren bei „Yoko Ono“ angekommen und was haben die doch wieder über die gewettert? Ha, ha, ha! Fazit der ganzen Sache war dann, dass junge Japanerinnen kommen und Rockstars einfach so weg heiraten. Also, Finger weg von jungen Japanerinnen! Sie haben dann „Yoko Ono“ gespielt und nach dem Song war Jan der Meinung, dass sie es glatt noch mal spielen könnten. Ha, ha, ha! Ob wir wollten? Klar wollten wir und so haben sie es noch einmal gespielt. Jan sagte danach, dass er glatt noch mal könnte. Ha, ha, ha! Ich hab mich ja schon wider weggeschmissen. „Wie war das Ärztekonzert?“ amüsierte sich nun auch Jan, „ach, sie haben den ganzen Abend nur Yoko Ono“ gespielt. Ha, ha, ha! Felse und Rod sind dann auch prompt ausgestiegen, als Jan den Song echt ein drittes mal gespielt hat. Aber das war Jan egal, er spielte die Gitarre und die Fans waren sicher im Text, da tippelte Jan fix bei dem schnellen Teil zum Schlagzeug und schlug da drauf, was das Zeugs hielt. Ha, ha, ha! Und nachdem der Song zu Ende war, da konnte es sich Felse nicht verkneifen uns zu sagen, das dies ein Vorgeschmack auf das Solo-Album von Jan gewesen wäre. Ha, ha, ha!

Jan war an diesem Abend wirklich gut drauf, ich habe echt oft gelacht. Der hatte seinen Spaß auf der Bühne wie wohl schon lange nicht mehr!? Der ist rumgehüpft und gesprungen, hat mit dem Publikum geflirtet und einfach nur gute Laune verbreitet!

Bei „N48.3“ (ich muß mal im Klinikum nachschlagen, was für eine „Krankheit“ das ist, wollte ich schon lange mal machen) kam Roddy wieder mit dieser nostalgischen Bassgitarre an. Ist ein echt geiles Ding.

Felse bekam einen riesigen BH auf die Bühne geschmissen, der er sich auch gleich gekrallt hat. Das war aber auch ein wirklich geiles Ding! Selbstgemacht, das sah man schon, aus weißem Stoff und mit so einer blauen Glitzerboa umrandet. In Schwarz stand „Bela“ auf dem BH und das geilste daran war, das der Körbchengröße XXL hatte und 3 Brüste! Ha, ha, ha! Was haben wir doch gelacht und Felse hat es dann auch nicht lassen können und hat das Teil auch mal angezogen. Aber als Brian ankam und ihm den auch noch zumachen wollte, das gefiel Felse dann doch nicht. Ha, ha, ha!

Jan und Rod haben dann wieder die Seiten gewechselt und Felse kam wieder damit an, dass es nun der linken Seite besser gehen würde, weil sie Rod vor der Nase hätten und wir auf der rechten, hätten nun das Pech, das wir den Gestank von Jan ertragen müßten. Hm, das hatten wir doch schon mal!? Nun ja, wenn er meinte!? War aber recht angenehm Jan vor der Nase zu haben, der war wie gesagt einfach nur irre drauf!

Als Rod dann mit der Akustic-Gitarre auf der Seite von Jan stand und langsam mit dem Spielen anfing, da dachte ich, ich habe was an den Ohren? OH BITTE, JA! Ha, ha, ha! Und... er hat mich erhört. Mega breit grinsend stand er da, starrte zu Felse und Jan, die wohl noch keine Ahnung von ihrem „Glück“ hatten, aber sie haben auch gleich mitgezogen und so kam vor „1/2 Lovesong“ die obligatorische 1. Strophe von „Eine Lady“. Der Song ist einfach nur mega geil! Und gleich danach haben sie „Mondo Bondage“ gespielt. Was habe ich doch gelacht. Jan singt da auch immer einen anderen Hintergrund? Diesmal hatte er es mit Finger im Arsch und all so Sachen.

Nachdem Jan wieder auf seinem üblichen Platz stand und Rod auf seinem, da war es wieder Felse der Mitternacht einläutete und auf der Hinterwand der Bühne tauchte aus Licht eine Uhr auf und wir hörten sie wie in einem Horrorfilm schlagen. Rod lachte dazu noch gruselig und da machte Felse auch gleich mit. Seitlich neben Rod (die Ecke wo Lüde und Brian stehen) war nun schon die Licht-Fledermaus zu sehen. Noch hing sie an einem Ast, wurde aber nach aufhören des Schlagens der Turmuhr wach und flatterte davon. Sah einfach nur geil aus und die Bühne war immer noch ins Dunkle getaucht. Und als sie dann „Dein Vampyr“ gespielt haben, da wurde Felse von unten in einem gelblichen licht angestrahlt. Auch Jan und Rod bekamen später eine solche Beleuchtung. Das sah echt geil aus.

Gleich nach „Dein Vampyr“ hat Rod dann „Leichenhalle“ gespielt. Das war bei so bläulichem Flackerlicht. Nicht unbedingt angenehm für die Augen, aber es geht und sieht ja irgendwie auch schon geil aus! Und am Ende habe ich dann nur zu Jan gestarrt, was nun kommen würde, denn eigentlich sind die Mittoten ja aus Schlumpfhausen. Was kam also von Jan!? „... aus Moskau!“ brüllte Jan und ich war noch laut am Lachen, als passierte, womit ich gerechnet hatte, denn sie haben „Moskau“ von Dschingis Kahn gespielt. Die Kerle sind echt nur irre!

Bei „Ignorama“ habe ich ja echt über der Absperrung gehangen. Mal wieder typisch Felse, es war göttlich. Im Ausfallschritt stand er auf der Bühne und verpaßte den ersten Einsatz. Gelächter und Jan hat das Intro noch mal gespielt, aber wieder wußte Felse nicht anzufangen. Blackout, aber total. Ha, ha, ha! Er ist dann lachend zu Jan rüber und der hat angefangen, den Song zu singen. Nein, so nicht! Ha, ha, ha! Alles noch mal von vorne und Felse hat den Einsatz bekommen und als er an der Stelle war und Text kam, den Jan ihm noch nicht vorgesungen hatte, kam der auch gleich zu Felse und brüllte ihm das so laut in die Ohren, dass wir es über Felse’s Mikro auch hören. Felse sangt weiter, schnappte aber gleich mit der Hand Richtung Jan’s Genitalbereich und der hüpfte auch gleich lachend davon.

Die Ansage zu „Frank’n’Stein“ hat dann wieder Felse gemacht. Er sagte uns, das wir es ja schon kennen würden, das sie gerne auf dem Friedhof rum lungern würden und so. Unter anderem würde er ja auch gerne Monster erschaffen, aber leider seien ihm da mal welche ausgerissen. Die All Saints waren nämlich eigentlich zu 6. aber eines seiner Monster hätte er wieder einfangen können. Ja, ja, ja! Mit den Mädels hat er es ja derzeit wirklich! Hinter seinem Schlagzeug hatte ihm Brian auch ein Poster der Mädels dran gemacht!

Jan erzählte uns, dass sie am Abend zuvor in Emden gespielt hätten und da sei ihnen ja vielleicht was passiert! Ganz schlimm! Ob sich das hier wohl wiederholen würde? Sie wollten es versuchen und so haben sie angefangen „Born in the USA“ von Bruce Springsteen zu spielen. Das kam geil, denn der Text war bekannt. Denn fing Jan an einen Ärzte Song zu spielen und die Fans haben so versagt beim mitsingen. Ha, ha, ha! Genau wie in Emden stellte Jan fest und begann „Eisgekühlter Bommerlunder“ von den Hosen zu singen und alles brüllte wieder mit. Ha, ha, ha! Herrlich!

Felse lief über die Bühne und sprach so mit Jan, kündigte ihn als Schnulzenkönig an und Jan sagte, dass es doch letztes Jahr in Las Vegas gar keine Regenüberschwemming gewesen sein, sondern die Leute hätten geweint. Felse gab Jan Casinoverbot, aber da wußte er auch schon wieder eine Antwort drauf. Er hatte da nämlich gespielt und die  Leute hätten vor Rührung so geweint, dass die Tränen die Stadt überschwemmt hatten und um uns zu zeigen, wie das in Las Vegas war, hat er angefangen einen Elvis-Klassiker zu singen.

„Elke“ war dann erst einmal der letzte Song, bevor es in die erste Pause ging. Da haben wir auch wieder gut gelacht, denn Rod konnte mit seinem Fußpedal ein U-Boot-Echolot erklingen lassen. Das brachte er nun immer mit ein und Jan packte es gleich in den Text, denn Elke sah aus wie ein U-Boot und im U-Boot war kein Platz für Elke. Was haben wir doch wieder gelacht. Kam aber auch wirklich gut!

Felse wollte, das wir alle ganz, ganz, ganz still seien und nur dann würden sie wieder auf die Bühne kommen. Nun ja, zuerst haben es ja auch alle versucht und als Brian im Schlagzeug was nachstellte, da hat er auch immer noch den Finger auf den Mund gelegt, damit die Fans ruhig waren. Hat dann aber doch zu lange gedauert und immer wieder kamen Rufe, Schreie, Zugabe und dann haben alle angefangen „Mit uns kommt sowieso keiner mit, denn wir sind die Ärzte und wir sind zu dritt! Zu singen. Da haben sie sich dann auch erbarmt und kamen wieder auf die Bühne. Jan als erstes, dann Felse und als letztes Roy.

„Manchmal haben Frauen“, da stand Felse dann wieder in der Mitte der Bühne mit seinem Glas Rotwein und diesmal haben die Fans es echt gut hinbekommen und so brauchte Felse nicht sonderlich viel selbst singen und konnte seinen Rotwein genießen, das Glas hatte er dann auch während des Songs geleert und Brian kam mit der Flasche zum Nachfüllen.

Recht fix waren sie dann das zweite mal von der Bühne und da hat die Menge gleich wieder mit der „Zugabe“ angefangen und es dauerte auch nicht lange, bis sich Jan wieder zeigte. Felse war noch nicht ganz beim Schlagzeug angekommen, da spielte Jan auch schon den Refrain von „Was hat der Junge doch für Nerven“ und Rod bekam den Bass auch nur gerade noch rechtzeitig um, um da bei dem Refrain mit zu spielen und die Menge hat auch schon wieder den Text gesungen.

Rod stand nun da und wollte den nächsten Song ankündigen. Er schaute auf die beiden möchtegern Tribünen am Ende der Halle. Er wollte, das die da hinten auch mal Stimmung machen sollten und deswegen sollten die gefälligst beim folgenden Song nun mal pogen. Jan unterbrach dann und sagte, dass die da alle erst 12 Jahre seinen, die wüßten nicht was Pogo ist. Ha, ha, ha! Aber, Jan hat denen es dann begreiflich gemacht! „Könnt ihr springen? Könnt ihr schwitzen?“ Herrlich! Sie haben dann „BGS“ gespielt.

Bei „Die Instrumente des Orchesters“ haben wir schon wieder nur auf dem Boden gelegen vor Lachen. Das ging dann nämlich mit denen so durch. Erst einmal Jan, der natürlich nichts geileres wüßte, als Gitarrist zu sein. Ha, ha, ha! Und dann hat er noch eine Stophe angehangen, dass einer der nichts kann Bassist wird und einer, der noch weniger kann Schlagzeuger. Ha, ha, ha! Ich habe es schon geahnt, soetwas läßt Felse nicht auf sich sitzen. Noch eine Strophe dran und noch eine. Felse erklärte also, dass sich Jan nun bei uns eingeschleimt hätte und für ihn gäbe es nichts besseres als Bassisten und Schlagzeuger. Er machte noch zwei Strophen-Reime, die am Ende echt übel waren, aber scheiß drauf, hat sich gereimt, stellte Felse dann immer wieder fest!

Auch nach der 3. Pause war es Jan, der zuerst wieder auf die Bühne kam. Ihm folgte Felse und der hatte nun einen Besen in der Hand und machte erst einmal die Bühne sauber. Ha, ha, ha! Klaro, am nötigsten hatte das mal wieder die Seite von Jan. Was haben wir doch gelacht.

Bei „Rock Rondevouz“ ist es dann auch wieder mit ihnen durchgegangen. Da können die sich Textmäßig live aber auch wirklich richtig schön auslassen! Immer wieder herrlich! Diesmal haben sie gleich noch ein paar Strophen angehangen, um darüber zu debattieren, ob sie sich nun ficken oder nicht. Ha, ha, ha! Da wartet man ja eigentlich darauf, dass Roddy auch mal anfängt und seinen Text umstellt, aber leider nein. Da kommt immer der plattentypische Text.

Nach „Zu Spät“ kam also das Ende des Konzertes. Sie haben wie üblich acapella „Guten Abend, gute Nacht“ gespielt und Roddy stand schon mega süchtig mit der Kippe in der Hand auf der Bühne. Dann haben sich die drei verabscheidet und Roddy hat einmal a la Paul Stanley ein „Outro“ gegeben, brüllte „Oberhausen is my hausen“ (I remember!) und natürlich ganz am Ende sein berühmtes „Remember: I love you!“. Damit haben sich die drei noch einmal vor uns verbeugt und sind dann von der Bühne verschwunden.

Dunja und Conny haben dann auch gleich die Biege gemacht, weil sie noch den letzten Zug nach Essen bekommen mußten. Ich habe mich erst mal wieder angezogen und dann habe ich mich mal langsam Richtung Ausgang in Bewegung gesetzt. War reichlich chaotisch, so nur mit einem Ausgang! Hat länger gedauert, aber dann war ich raus und bin erst mal zum Auto, was Trinken und da habe ich dann noch eine ganze Weile gesessen. 2:45 Minuten hatten die Ärzte gespielt. Ich habe dann überlegt, was ich mache!? Gleich heim fahren oder noch warten!? Eigentlich war mit kalt und ich hatte den rechten Ellbogen offen, scheiß Absperrung! Aber trotzdem, ich habe mich doch entschieden zu warten und sah ja auch echt gut aus, als Andreas kam und eine Absperrung vor den Bus stellte.

Da standen wir also und ich wette ich war kurz davor echte Erfrierungen zu bekommen. So was blödes! 1 h hatte ich mir schon gesagt, da hauste ab. Länger auf keinen Fall und es war dann auch kurz vor 1 h als einer der netten Sec’s kam. Er sagte, dass er uns nun nicht verarschen würde, aber die Jungs würden nicht mehr raus kommen. Ich hatte es mir schon gedacht, als eine der Sec’s sagte, dass sie oben Feiern würden. Feiern!? Klar, da waren zwei Kerle wieder so abgefüllt, das sie nicht mehr aufrecht nach unten gehen konnten. Da hätte Andreas aber auch gleich mal was sagen sollen. Aber der hat sich auch nicht mehr sehen lassen. Mit abgestürzt? Egal, mir war so mega lausig kalt, das ich zum Auto bin. Es kommen weitere Konzerte. Ich habe mich nur geärgert, das wir wie blöde da so lange gestanden haben. Vielleicht sind sie nachher ja doch noch rausgekommen, mir egal. Ich war so mega eiskalt durchgefroren, das ich meine Füße und die Hände schon kaum noch gespürt habe!

Ich bin dann gleich in den Wagen, Heizung bis zum Anschlag auf und ab nach Hause. Ich lag dann gegen 2 h im Bett, aber mit Schlafen war vor 3 h nichts, weil ich schon fast unterkühlt war. Manchmal ist man wirklich verrückt. Ich werde eben doch zu alt für diese Scheiße! Ich habe dann Montag Morgen auch prompt verschlafen und bin erst um 7:30 h aufgestanden. Wie gut, dass da im Krankenhaus niemand was sagt, ich mußte nur abends dementsprechend länger machen und alles war bestens!


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MG.Rickers, 26.03.01